Bond. Jan Bond.

Ein Nerd am Strand.

Ein offener Brief

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Liebe Verkehrsteilnehmer in Thailand!
Ich weiss, ich bin Deutscher. Das bedeutet, dass mein Leben von Regeln und Vorschriften strukturiert wird. Mein innerer Kompass ist darauf ausgerichtet sie zu befolgen. Eine der sichtbarsten Regelwerke ist die Strassenverkehrsordnung. Und obwohl auch ich finde, dass sie meinen Fahrstil behindert und ich ihre Vorschriften manches mal gebrochen flexibel ausgelegt habe, so ist sie doch dafuer verantwortlich, dass jeder von uns halbwegs sicher von A nach B kommt.
Und ich bin der Meinung, dass man nicht mit 5 Leuten auf einem Roller fahren muss. Ich finde auch nicht, dass das was mit meiner spiessigen Kultur oder “wichtigen” Regelwerken zu tun hat. Diese Einschaetzung sollte dem gesunden Menschenverstand entspringen. Und vielleicht dem Selbsterhaltungstrieb.
In diesem Sinne
euer Jan

Wenn einer eine Reise tut

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Die beste Zeit im Jahr: Semesterferien. Die sind bei uns zwar super kurz (nix mit 3 Monaten), aber fuer eine kleine Reise reicht es doch immer. So bin ich am 23. April mit 2 Freunden von der Uni in den Flieger gestiegen und nach Asien geflogen. Da ich hier nicht so dauerhaften Zugang zum Internet habe wie auf meiner letzten Reise mit Thomas, werde ich die kommende Zeit nutzen um meine Erlebnisse nach und nach aufzuschreiben. Vielleicht weniger als chronologisches Tagebuch in dem Sinne sondern mehr als Sammlung meiner Eindruecke.

Hier moechte ich etwas ueber Bangkok schreiben. Dort waren wir fuer 3 Naechte im lebua State Tower. Wahnsinns Hotel. Preis/Leistung war wirklich gut. Die Kroenung ist die Dachterrasse im 64. Stock. Von dort hat man einen atemberaubenden Blick ueber 15 Millionen Einwohner, es weht eine sanfte Briese und dazu gibts lecker Cocktails. Dieser einzigartige Ort bot auch die Kulisse im 2. Teil von “Hangover” und punktet mit einer ausdrucksstarken Einstellung. Wer mal dort ist, sollte dieses Hotel auf jeden Fall in Betracht ziehen.
Bangkok selber (genau wie der Rest von Thailand den ich bisher gesehen habe) ist sehr kontrastreich. Es gibt sehr viel Armut aber auch sehr viel Reichtum (zumindest im Vergleich). Nur die Mittelschicht fehlt. Es ist voll, sehr hektisch, sehr laut, dreckig und es stinkt. Dann geht man aber in die Tempelanlagen und ist in einer anderen Welt. Viel Gold, viel Farbe, viel Prunk, viel Platz. Sehr sehr surreal. Aber vor allem auch sehr anders als ich das bisher kannte und daher in meinen Augen ein gutes Urlaubsziel.
Die abgefahrenste Situation hatten wir, als wir auf dem Weg in eine der groessen Tempelanlagen waren. Das Gelaende ist umfriedet mit einer hohen Mauer und alle Tore werden von schwer bewaffnetem Militaer bewacht. Vor einem der Tore (zwar ein Ausgang, aber trotzdem nur 3 Meter von den MPs weg) sprachen uns 2 Herren an. Sie verwiesen auf ihre Zugehoerigkeit zur Touristenpolizei (so sagten sie zumindest) und erklaerten uns, dass die Tempel heute nur Thais offen staenden, da besondere religioese Feierlichkeiten im Gange waeren. Zugleich empfahlen sie uns den schwarzen Buddha zu sehen. Der koennte nur an diesem Tag besichtigt werden und auch nur noch fuer eine Stunde. Was fuer ein gluecklicher Zufall. Wir muessten uns also beeilen. Das groteske an der Situation war die Lautsprecherdurchsage, die durch das Tor auf die Strasse drang. Dort hiess es (natuerlich in Englisch und gerichtet an die Touristen), dass die Tempel jeden Tag geoeffnet seien und man sich nicht durch irgendwelche Leute abhalten lassen sollte, die einem den Eintritt verwehren wollen.

Mein Fazit ist eindeutig: Bangkok ist anstrengend. Ich will da nicht wohnen. Ich will da nicht fuer 2 Wochen Urlaub machen. Aber wer mal in der Kante ist (z.B. auf dem Weg nach Australien) sollte sich dieses Fleckchen Erde mal angucken. Es ist total anders als was man so aus Europa kennt – und das ist in meinen Augen ja der Sinne fuer eine Reise. Daher gibts von mir eine klare Reiseempfehlung!

Ohne Finger

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Gerade habe ich mich (auf Grund meines bevorstehenden Urlaubs) etwas durch die Website des Auswaertigen Amts geklickt. Die Einreise- und Sicherheitshinweise fuer Malaysia enthalten diesen Aspekt:

Im Rahmen der Erfassung der Daten von Einreisenden werden seit dem 1. Juni 2011 generell die Fingerabdrücke von Ausländern erhoben. Erfasst werden die Abdrücke beider Daumen und Zeigefinger. Ausnahmen gelten für:

- (u.a.) Besucher ohne Finger

*hust*

Fakt 10: Bye, bye Weltbild

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Fuer alle, die mich kennen, wird das jetzt eine grosse Ueberraschung. Ich moechte fast sagen, dass an dieser Stelle ein wohl etabliertes Weltbild verschwindet; die Grundpfeiler unserer Weltordnung erschuettern! Also mach ich es kurz:

Sogar ich habe manchmal (selten!) semi-optimale Ideen. Die Auswirkungen von einer besonders sparsamen Idee zeigten sich leider ueberdeutlich beim Auszug:

In den letzten 6 Monaten sah die Wand noch ganz angenehm aus:

Kaution gabs trotzdem komplett zurueck. Das lag aber wohl an meinem Einsatz als Maler.

Die alte Hexe

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Nach der 2. offiziellen Beschwerde von der Nazilady kam Doug zum Einstandsbesuch vorbei. Doug ist “Chairman vom Body Corporate” (sowas wie der Vorsitzende der Eigentuemergemeinschaft) und vom Typ Blockwart. In politischen Systemen der deutschen Vergangenheit waere er bestimmt ne grosse Nummer gewesen. Vor und nach ’45. Vielleicht war er das mal und ist einfach nur durch die Raster von Beate Klarsfeld oder Joachim Gauck gerutscht. Alt genug ist er jedenfalls. Er koennte aber auch Busfahrer gewesen sein. Das entsprechende Syndrom hat er auf jeden Fall. An der Tuer war er dann doch relativ freundlich und wies uns darauf hin, dass die lange Beschwerde nicht von der Nazilady (das klingt irgendwie fies. Nennen wir sie Eva Braun.) kam, sondern von ihm. Hat er sich bestimmt nen Troepfchen gefreut.

Gerade habe ich Paul, den Manager von meiner neuen Wohnung, getroffen. Suesser Kerl. Bisschen tuffig, aber sehr hilfreich und super nett. Und er steht total auf Fabian (eine Vorzugsbehandlung ist uns sicher). Er begruesste mich mit den Worten “Wie ist das Leben ueber der alten Hexe?”. Schoen zu sehen, dass er einen realen Ueberblick hat. Im Verlauf des Gespraechs aeusserte er dann den Wunsch, dass die Alte endlich verkaufen und ausziehen sollte. Mehr Krach zu machen, so entscheid er, sei nicht zielfuehrend. Inspiriert von den stinkenden Muellcontainern neben denen wir standen, einigten wir uns darauf, ihr alten Fisch in und um die Wohnung zu legen. Guter Plan!

Umzug

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2 mal im Jahr umziehen ist doch eine super Quote. Und nach knapp 7 Monaten in der Villa war es dann Zeit sich eine neue Bleibe zu suchen. Ich wohne seit gestern mit Fabian und Roy (beide waren auch in der Villa, zumindest am Anfang) in einem anderen Appartmentkomplex in Varsity Lakes, ca 500 Meter vom Campus weg. Daher ist die wichtigste Aufgabe fuer diese Woche: Parkausweis fuer die Uni besorgen!

Die neue Wohnung ist neu und hell, aber eben wesentlich kleiner als das letzte Domizil. Unter uns wohnt eine alleinstehende Dame in den 60ern, die vom Manager als “old Nazi, but in a lovely way” vorgestellt wurde. Und tatsaechlich: Wir hatten schon nach wenigen Stunden (Abends um halb 7) einen Zettel an der Tuer wo sich die Alte ueber die Musik beschwert. Manche Leute sollten wirklich lieber auf dem Friedhof wohnen und ich hoffe, dass das bei ihr nicht mehr lange dauert! Der Komplex liegt direkt am Wasser und die Gruenanlagen drumrum sind ein Schlaraffenland fuer Arnie. Alles in allem ist es ganz nett, aber kein Vergleich zu vorher. Die neue Adresse ist:
46/9 Moores Crescent
Varsity Lakes, Queensland 4227

Eine neue Liebe…

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Um den geneigten Leser nicht zu ueberfordern, moechte ich die Anspruchs- und Niveaukurve nur langsam steigen lassen.

Hier mal ein Fotobeweis von meinem neuen besten Freund. Wir kennen uns zwar erst seit heute, aber ich habe das Gefuehl, dass wir ueber die Sommermonate eine intensive Liebesbeziehung eingehen. Nur hoffe ich, dass er (wie man das so im Tanz des Kennenlernens macht) “hard to get” spielt und sich moeglichst lange “cool” gibt!

Mea Culpa

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Jaaaaaaaaaaaaaaaaaaaa. Ich weiss. Aber die gute Nachricht: Ich lebe noch!

Ich moechte hier jetzt nicht alle Eintraege der letzten 8 Wochen “nachholen”. So viele spannende Sache sind auch gar nicht passiert. Wirklich nennenswert ist eigentlich nur mein Umzug.

Der aufmerksame Leser wird sich vielleicht daran erinnern koennen, dass mein alter Mitbewohner und ich nur eine sehr bedingte Grundlage fuer eine Wohngemeinschaft hatten. Als unser Mietvertrag dann Ende August ausgelaufen ist, haben wir die Chance genutzt um getrennter Wege zu gehen. Thomas hat mir beim Auszug geholfen und nach meiner Rueckkehr an die Gold Coast bin ich mit grosser Spannung in mein neues Heim gezogen. Zuviel will ich darueber jetzt nicht verraten (Bilder werden folgen). Nur soviel sei gesagt: Schoen isses!

Ich werde mir groesste Muehe geben, bis zum naechsten Eintrag nicht mehr soviel Zeit verstreichen zu lassen. Dann gibts auch Fotos.

Bye Bye Port Douglas

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Heute hatten wir einen echten Gammeltag. Wir haben ausgeschlafen, danach ausgiebig gefrühstückt und sind dann zu Mossman Gorge gefahren. Da haben wir ganz tapfer eine Runde gedreht, aber das Wasser war wirklich zu kalt um sich dauerhaft darin aufzuhalten. Nach dem kurzen Gastspiel sind wir nass und durchgefroren zurück nach Port Douglas gefahren und haben uns an den Strand gelegt. Da haben wir es dann aber wegen dem starken Wind auch nur kurz ausgehalten und haben nach unserer Flucht die letzten Sonnenstrahlen am Pool genossen.
Heute Abend stand ein Highlight auf dem Programm, auf das ich mich schon sehr gefreut habe: Unser (Port Douglas) Abschlussessen bei Tony Sassi. Es war mal wieder unbeschreiblich lecker. Bei uns im Apartment liegt ein dininguide, der die örtliche Restaurantlandschaft kartographiert. Dieser informiert den Betrachter nicht nur, welche Restaurants in der Umgebung sind, sondern gibt auch Auskunft über die Art der Küche. Das Bucci z.B. bietet laut dininguide Speisen aus der Kategorie “Italian”. Sassi bekommt hingegen das Attribut “Truely Italian”. Eine Beschreibung und eine Unterscheidung, der ich mich uneingeschränkt anschließen kann!
Jetzt sind die Koffer gepackt. Morgen früh um 8 werden wir zum Flughafen fahren und in den Süden fliegen.

Daintree Rainforest und Wildlife Habitat

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Heute hat der Wecker wieder zu einer unmöglichen Zeit geklingelt! Das war leider unumgänglich, denn Peter hat uns um 7:30 zur Daintree Discovery Tour abgeholt. Zunächst ging es ins Daintree Village. Von da aus sind wir zu einer Bootstour gestartet um Krokodile, Schlangen und Vögel zu sehen. Außerdem gab es dort nach der Bootstour unseren morning tea. Daintree Village ist ein wirklich kleines Dorf mit 100 Einwohnern. Aber immerhin gibt es dort eine Grundschule: 14 Schüler in 7 Jahrgängen. Vor kurzer Zeit sollte die Schule auf Grund schwindener Schülerzahlen geschlossen werden. Das erzeugte großen Widerstand in der Bevölkerung: Die Situation im öffentlichen Personennahverkehr im Daintree Village ist verbesserungswürdig und die Schule vor der Tür ist da eben praktisch. Zur Freude der örtlichen Eltern gab es eine erhebliche Veränderung in der demographischen Struktur des Daintree Village: Eine Familie mit Zwillingen im grunschulpflichtigen Alter zog ins Daintree Village. Dieser sprunghafte Anstieg der Schülerschaft hat die Zukunft der Schule (vorerst) gesichert.
Nach dem morning tea ging es mit einem alten Geländewagen über Stock und Stein zu den Cassowary Falls. Das Wasser war wärmer als das Meer und sehr angenehm! Insgesamt eine tolle, wenngleich auch relativ kurze Tour (ca. 5 Stunden).
Nach einem kurzen Lunch sind wir dann ins Wildlife Habitat. Ein Zoobesuch ist eben immer wieder schön, ganz besonders, wenn man man die Tiere nicht aus der Ferne betrachten muss.
Den Sundowner gabs dann an der Poolbar vom Sheraton Mirage. War zwar schon etwas kühl, aber die Umgebung ist einfach etwas besonderes und die Cocktails waren lecker!

Cape Tribulation

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Heute haben wir es ruhig angehen lassen. Wir haben uns am späten Vormittag auf den Weg zur Silky Oaks Lodge gemacht. Da gab es einen köstlichen Lunch in einer einzigartigen Baumhausathmosphäre. Von da aus ging unsere Tour dann weiter zum Daintree River und durch den Regenwald zu Cape Tribulation. Ein relativ ereignisloser Tag, der uns aber viele tolle Eindrücke beschert hat. Leider kann man nur die wenigsten davon mit einer Kamera festhalten. Diese Weite und Farbenfreude will sich nun mal nicht auf einem Foto einsperren lassen.

Bergetappe

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Heute haben wir uns (wie Jörg und ich im April) Zweiräder geliehen und haben die Umgebung erkundet. Wir hatten uns ungefähr überlegt, wohin wir fahren wollen, sind dann aber letztendlich dem Ruf der Straße gefolgt und gefahren, wohin uns der Wind getragen hat. So kam dann eine ganz ansehnliche Tour von 9 Stunden und 450km zustande. Dabei war die Landschaft so abwechslungsreich wie bei unserem Roadtrip. Streckentechnisch waren die kurvigen Höhenunterschiede ganz besonders spannend und haben am meisten Spaß gemacht.
Den sozialen Höhepunkt des Tages hatten wir in der Tankstelle/Supermarkt/Restaurant/Bar in Millaa Millaa. Vor dem Geschäft stand jemand… wie soll ich ihn beschreiben… er hat Billy-Bob-Cletus-Duke wie einen Mann von Welt aussehen lassen. Ich bin mir nicht sicher, welche Faktoren sein Aussehen am meisten beeinflusst haben. Andauernder Alkoholmissbrauch und der kreisförmige Stammbaum sind mit Sicherheit ganz vorne mit dabei.
Insgesamt ein ziemlich geiler Trip, der leider wenig Zeit zum fotografieren ließ.

Roadtrip und Reeftour

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Dann will ich mal berichten, was in den letzten Tagen so passiert ist:

Am Donnerstag haben wir den längsten Abschnitt unseres Roadtrips hinter uns gebracht. Wir sind wieder ziemlich früh los und haben an diesem Tag insgesamt ca. 750 km hinter uns gebracht. Die letzte Nacht “auf der Straße” haben wir in Townsville verbracht. Das Motel war ganz nett, aber irgendwie weit ab vom Schuss. Zum Glück war es weniger schäbig als die Alte an der Rezeption. Die wollte als “Sicherheit” meine australische Adresse und meine Kreditkarteninfo haben. Ich hatte Angst, dass sie meinen Ariernachweis meine Geburtsurkunde sehen will und nach anatomischen Details fragt. Hat sie nicht. Gut für meinen Seelenfrieden. Wir haben den Abend genutzt, um durch die Stadt zu fahren und haben uns ein Bier im Watermark an der Strandpromenade zu gönnen. Von da aus hatten wir einen tollen Blick auf den Hafen und die Asiparade auf der Straße vor dem Laden. Wenn man mit seiner aufgemotzten Karre 5 mal in 10 Minuten die Straße hoch und runter fährt, finde ich das nun mal lächerlich. Townsville an sich fand ich ganz schön. Ich habe zwar nur wenige Eindrücke sammeln können, aber ich habe eine interessante Mischung aus Dorf und Stadt gesehen. Am nächsten Morgen haben wir die letzte Etappe des Roadtrips angetreten: 420km bis Port Douglas.

Die Strecke (Bruce Highway) ist sehr abwechslungsreich. Es ging durch fruchtbares Farmland, dürre Steppe (die mich an Afrika erinnerte), entlang endloser Strände und steiler Klippen. Wir haben endlose Zuckerrohrfelder und rote Erde gesehen. Es gab größere Ortschaften und Hillbillysiedlungen. Einmal haben wir uns sogar getraut in einer kleinen Ansammlung von Wellblechhütten Häusern zu halten und was zu essen zu bestellen. Es gab Steakburger mit Fritten und wir waren positiv überrascht. War sehr lecker und mit $10 ein echter Schnapper. Der zahnlose Biertrinker (Stubbycooler der Marke “plain” aus der Erbschaft seines Vaters. Bzw. die Erbschaft seines Vaters!) auf der “Veranda” schenkte uns zwar ein paar befremdliche Blicke, hat dann aber seinen Sohn-Bruder Billy-Bob-Cletus-Duke doch nicht auf unseren nicht angerosteten nicht-Pickup gehetzt. Glück gehabt!
Genügend Zeit zum “entspannen” hatten wir an/um/vor/in/zwischen den zahlreichen Straßenbaustellen. Gerade nördlich von Townsville kamen die in einer Häufigkeit und Länge vor, dass sie jeder deutschen Autobahnmeisterei die Tränen der Rührung in die Augen getrieben hätten. Aber wir sind ja im Urlaub…

Port Douglas hat uns freundlich Empfangen. “Will return in 2 hours”. So lautete das Schild an der Rezeption von unserer Unterkunft. Hm. Das kam unerwartet. Aber wir sind ja flexibel. Wir haben das gute Wetter (wolkenlos, 28°) genutzt um die Hauptstraße (die einzige Straße mit Leben Läden) zu erkunden. Die Wettervorhersage vor der Tourist Information war so gut, dass wir direkt unseren Trip zum Reef gebucht haben. Danach haben wir in unsere Unterkunft “eingecheckt”. Das war ein einfaches “Hey guys, you are staying in Unit 8. The door is unlocked and the key is inside. Have fun!”. Eine nette Abwechslung zu der Schabracke aus Townsville. Unser Zuhause für die kommende Woche ist sauber, freundlich und ansprechend eingerichtet. Preis/Leistung kriegt auf jeden Fall 5 Sterne!

Samstag haben wir uns dann von den “Strapazen” der Reise erholt. Die kulturellen Erlebnisse haben wir auf eine Fahrt zum Trinity Bay Lookout beschränkt. Danach haben wir uns im örtlichen Supermarkt noch mit dem Nötigsten eingedeckt und sind an den Strand und haben an unserem Brongze Täng gearbeitet. Danach hatten wir uns das Feierabendbier aber auch wirklich verdient. Dazu gabs Steak mit Prawns und Scallops im Combined Club. Und dann gabs noch das eine oder andere Bier.

Sonntag morgen waren wir um 8:30 an der Marina. Da gings dann aufs Schiff und 50km raus aufs Riff. Erst war es ziemlich bewölkt, aber im Laufe der Fahrt wurde der Himmel wolkenlos und die Sonne angenehm warm. Auf dem Weg zum Reef haben wir dann 2 mal gehalten um vorbei schwimmende Wale zu beobachten. Es ist schon beeindruckend zu sehen, wenn eine Kuh mit ihrem Kalb 10 Meter vom Boot auftaucht. Wir haben dann an 3 verschiedenen Stellen gehalten und sind da jeweils “mit den Fischen geschwommen”. Ich habe die gleiche Tour ja schon im April gemacht, war aber jetzt nicht weniger beeindruckt. Es war farbenfroh und belebt. Und das Wetter hätte besser nicht sein können.
Zum Abendessen haben wir Kangaroo auf den Grill gelegt. Lecker wars :)

Trip Teil 2: Fraser Island aka “Normal wear and tear”

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Am Dienstagmorgen haben wir unseren 2. Mietwagen abgeholt. Es wurde ein süßer kleiner Suzuki Jimny, der neben den ganzen ausgewachsenen Geländewagen kaum ernst zu nehmen ist. Direkt nach der Ankunft auf Fraser Island wurde deutlich, warum auf der Insel nur Fahrzeuge mit Allradantrieb fahren dürfen. Als ich mit meinen Eltern unterwegs war, haben wir uns einen Pajero gemietet um damit zum Cape Tribulation zu fahren. Die Dame von Avis meinte, dass ein 4WD angebracht wäre. Dementsprechend groß war meine Vorfreude – und dann meine Enttäuschung, als ich gesehen habe, dass es auch ein Kleinwagen getan hätte. Jetzt auf der weltgrößten Sandinsel war es anders. Da kamen wir fahrerisch doch schon auf unsere Kosten. Unser erstes Ziel war Lake McKenzie. Zwar etwas kalt, aber dafür verlassen und wunderschön. Danach haben wir unser Quartier bezogen und noch eine 50 km Tour (ca. 3,5 Stunden) über die Insel gemacht.
Am Mittwochmorgen gings wieder früh raus und wir waren schon um viertel vor 8 mit dem Auto am Strand. Das war auch sehr schön, aber fahrerisch eher langweilig. Wir waren dann 3 Runden im Eli Creek schwimmen und sind dann nochmal ein paar Stunden durch den Sand der Inlandtracks gepflügt. Das war wirklich richtig lustig. Der kleine Jimny hat jede Aufgabe gut gemeistert und wir sind ordentlich durchgeschüttelt worden. Im Mietvertrag stand, dass „normal wear and tear“ nicht als Schaden gilt – und Fraser ist nun mal holprig. Die beiden Tage haben sich auf jeden Fall gelohnt – waren dann aber auch genug. Ohne wirklich gutes Wetter, das man an einem der Seen verbringen kann, ist die Insel an weniger als 2 Tagen abgefahren.
Jetzt sind in Rockhampton und genießen unser Feierabendbier und planen den morgigen Trip.

Bisherige Reise

Trip Teil 1. GC nach Hervery Bay

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Heute morgen haben wir das Auto vom Flughafen in Coolangatta geholt. Es wurde ein Mitsubishi Lancer. Bisschen viel Plastik, aber sonst ziemlich schön. Fährt sich gut. Wir haben dann meine letzten Sachen aus der Wohnung gebracht, die Henkersmahlzeit an der Gold Coast eingenommen und sind dann Richtung Sunshine Coast gefahren. Da haben wir dann die Autobahn verlassen und sind an der Küste entlang gefahren. Das Wetter war zwar ziemlich schlecht, aber den einen oder anderen Lookout haben wir mitgenommen.
Jetzt sitzen wir im Happy Wanderer Village in Hervey Bay und bereiten uns auf eine kurze Nacht vor: Um 7 haben wir ein Date mit der Autovermietung. Da kriegen wir dann einen Jeep und fahren um 9 mit der Fähre nach Fraser Island.

Gold Coast to Hervey Bay.

Thomas ist da!

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Lange war es hier still. Das lag in erster Linie daran, dass ich einen Haufen Arbeit mit Klausuren und Assignments hatte. Das ist jetzt zum Glück vorbei und ich kann nach vorne gucken. Und da ist zum Glück mein Urlaub.

Heute morgen habe ich Thomas vom Flughafen abgeholt und wir haben erstmal ausgiebig gefrühstückt. Unter blauem, wolkenlosen Himmel und mit Meerblick. Versteht sich ja von selbst.

Dann haben wir unseren Mietwagen umgebucht. Ich habe vor einigen Wochen bei Avis ein Fahrzeug in der Klasse “Intermediate” bestellt. Das sollte für 11 Tage und unbegrenzte Kilometer alles in allem $770 kosten. Kein Pappenstiel, aber ich fand, es war ein guter Deal. Dann hat ein Kumpel hier erzählt, dass er sich auch ein Auto bei Avis gemietet und die Preisunterschiede zwischen “Australian resident” und “German resident” beobachtet hat. Ich ging davon aus, dass Australier günstiger buchen können und habe das angegeben. Schließlich lebe ich ja hier. Ich hatte aber unrecht. Deutsche können wesentlich günster bei Avis mieten. Wir haben dann die alte Buchung storniert und vor der neuen Buchung im Internet einen Gutscheincode gesucht – und gefunden. Einige Telefonate später haben wir jetzt ein Auto aus einer höheren Klasse und bezahlen 200 Dollar weniger. Und das, obwohl wir das Auto am Flughafen in Coolangatta abholen und Flughäfen als “Premiumlocation” immer höhere Raten haben. Guter Tag.

Thomas Biorhythmus hat ihm vor 20 Minuten erzählt, dass der Tag zuende ist. Der macht gerade “Pause”. Das gibt mir Gelegenheit mich etwas weiter auf meinen Umzug vorzubereiten. Unter anderem steht noch die Frage im Raum, was ich mit dem ganzen Bier mache, das noch in meiner Wohnung ist. Das alles rumzuschleppen (ich ziehe ja am Wochenende aus) ist ja lästig. Ich habe heute Abend ein paar Leute zur “gemeinschaftlichen Problemlösung” eingeladen. Ich bin zuversichtlich…

Materialtest

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Heute: Wir testen den Kleber, der die Zierleisten in der Küche hält. Oder halten sollte. Nach einem Langzeittest kann ich sagen: Dauerhafte Hitzeeinwirkung durch eine Herdplatte auf maximaler Leistung führt bei Abwesenheit eines als absorbierenden Isolator fungierenden Festkörpers (Kochtopf) zu einer drastischen Verschlechterung der Haftwirkung. Wann genau die Haftwirkung die kritische Untergrenze erreicht hat, ist nicht mit Sicherheit zu sagen: Ich war nicht da. Da der Kleber schon nach weniger als 14 Teststunden (!) versagt hat, gehe ich von einem asiatischen Billigprodukt aus. Darüber hinaus ist anzumerken, dass eine einzelene Herdplatte ausreicht, um einen Raum von ca. 25 qm im winterlichen Australien auf eine angenehme Temperatur zu heizen. Die Wärmeverteilung ist jedoch überaus mangelhaft. Und auch hier schweigt das Versuchsprotokoll zu nötigen Zeitfenstern.

Die nachfolgenden Bilder zeigen den Versuchsaufbau, bzw. dessen Resultat.

Materialtest1


Materialtest2

Und Mama: Ich habe den Herd natürlich nicht mit Absicht angelassen!

Campus by Night

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Hier ein nächtlicher Eindruck vom Campus:

Campus by Night

Aus 14 mach 2,5

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Ich bin gerade dabei meinen Flug zu buchen. Aus einem mir unbekannten Grund lehnt die Reiseagentur flugladen.de meine Kreditkarte ab. Also habe ich da angerufen. Ist über Sipgate ja kein Problem. Aber die wollen ganze 14 Cent in der Minute haben. Und die soll ich bezahlen. Dafür, dass ich ich bei denen einkaufen darf. Um ein Problem zu lösen, als dessen Ursprung ich mich nicht sehe. 14 Cent sind jetzt ja nicht so viel. Aber irgendwann gehts um Prinzip. Spätestens wenn ich 10 Minuten Warteschleife hinter mir habe. Dann fühle ich mich schon etwas betrogen.
Dunkel erinnere ich mich, dass es im Internet Telefonbücher für 0180-Nummern gibt: Vorne teure Servicenummer reinkippen, hinten reguläre Festnetznummer rauskriegen. Ich möchte an dieser Stelle keine philosophische Diskussion beginnen, was genau “Serivce” in diesem Fall bedeutet. Servicenummer klingt einfach besser als Wir-bieten-ein-qualitativ-minderwertiges-Produkt-und-zocken-unseren-Kunden-dann-zum-zweiten-mal-ab-wenn-er-verzweifelt-Kontakt-aufnehmen-muss-Nummer. Die normale Festnetznummer von flugladen.de ist also nur einen Mausklick entfernt.
Jetzt kommt die eigentliche Tragödie: Die Festnetznummer hatte eine +31 Ländervorwahl. Autsch. Holland. Die Tarifübersicht von Sipgate verrät mir, dass mein Anruf dorthin 2,5 Cent kostet. Mehr als die 1,79 Cent, die ich ins deutsche Festnetz bezahle. Aber eben deutlich weniger als direkt bei der Abzockhotline anzurufen. Und das beste: Ich bezahle tatsächlich nur für die Verbindung und nicht für eine Serviceleistung von zweifelhafter Qualität.
10 weitere Minuten in der Warteschleife lohnen sich schließlich. Moniiiiiique meldet sich. Ich kriege Gänsehaut von dem Akzent. Aber nicht auf die gute Art. Moniiiiique will meine Buchungsnummer haben. Etwas aufdringlich, wir haben uns ja gerade erst kennen gelernt. Aber ich habe in Australien viel über kulturelle Unterschiede gelernt. Vielleicht kommen die Holländer ja auch schneller zur Sache. Ich verrate ihr mein Geheimnis. Sie verabschieded sich mit einem kalten “Ich lade ihre Buchung” und lässt mich alleine zurück in der Warteschleife. Die Zeit vergeht langsam, Sekunden erscheinen wie Minuten. Plötzlich ein knacken in der Leitung. Da ist sie wieder. Sie haucht mir ins Ohr, dass sie meine Buchung gefunden hat. Vergessen ist der Trennungsschmerz. Und dann liest sie mir *alle* Buchungsdetails vor. In mir entbrennt ein Konflikt: Freue ich mich, dass ich ihre engelsgleiche Stimme noch einige Momente länger hören kann? Oder ärger ich mich, dass sie mir mit doofen Fragen meine Zeit und womöglich weitere 2,5 Cent stiehlt? Immerhin habe ich die ganzen Daten vor 20 Minuten eingetippt. In der Zeit bin ich nicht umgezogen und habe weder Namen noch Reiseroute geändert. Und nein, ich will immer noch keine Reiserücktrittsversicherung.
Sie: “Und Ihre E-Mailadresse ist jan ät grasshoff.eü?”
Ich: “Nein. Punkt e u.”
Sie: “Ja genau. grasshoff.eü
Ich: “Glauben Sie mir. Es ist wirklich punkt e u. U. Kein ü.”
Sie: “Das habe ich doch gesagt!”
Ich hatte mich entschieden. Ich fand ihre Fragen lästig. Wenn die Bezahlung direkt online funktioniert hätte, hätten sie mir doch geglaubt, dass ich alle Daten richtig eingeben habe und mich nicht extra von Moniiiiiique anrufen lassen. Und etwas Rache muss sein. Ich fühle mich besser. Die Zusatzkosten für meine hämische Nachfrage sind gut investiert. Ich schilder ihr mein Problem. Sie ist unsicher. Verspricht mir eine E-Mail mit einem “Bezahllink” zu schicken. Über den soll ich bezahlen. Noch heute. Und dann legt sie auf. Diesmal ist die Trennung entgültig. Ich starre mit leerem Blick auf mein Telefonprogramm und horche auf die tote Leitung. Eine halbe Sekunde vergeht. Ich habe mich gefangen und bereite mich emotional auf das nächste Telefonat vor. Eine Sache ist mir klar: Wenn mich das Bezahlsystem ablehnt ist es egal, ob ich direkt aus dem Bestellprozess oder über den Link von Moniiiique bezahle. Aber gut. Ich gebe ihr eine Chance. Und ich dachte immer, Callcenter in Ostdeutschland wären schlimm.

20 Minuten sind vergangen. Keine Spur von Moniiiiiques E-Mail. Plötzlich meldet sich Outlook mit Post. Sie hat mir eine Rechnung geschickt. Unsere Beziehung hat keine 5 Minuten gedauert und sie will Geld. Typisch. Ich finde den Downloadlink – und erhalte die gleiche Fehlermeldung. Ernüchtert greife ich zum Telefon. Aber Moniiiiiique geht nicht ran. Stattdessen meldet sich Mia. Erfrischend akzentfrei wendet sie sich gleich dem Problem zu. Kein Smalltalk, kein Rumgeschwafel. Deutsche Gründlichkeit eben. Sie vermutet das Problem in der Diskrepanz zwischen deutscher Kredikarte und australischer Anschrift und IP Adresse. Sie trägt die deutsche Andresse in die Rechnung ein und schickt mir einen neuen Link. Über den kann ich zwar immer noch nicht bezahlen, aber dank Jörgs tatkräftiger Unterstützung habe ich jetzt mein Ticket im Posteingang.

Warum buche ich also über flugladen.de? Warum buche ich nicht bei Qantas direkt? Die haben mein Geld immerhin noch nie abgelehnt. Ganz einfach: Für 200 Euro Preisunterschied lausche ich auch mal 5 Minuten lang Moniiiiiiiique.

Open Day goes viral

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Hier sind noch ein paar Virals, die für den Tag der offenen Tür produziert wurden:

Klimaanlage

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Der Typ, der die Klimaanlage an der Uni einstellt, hat ganz offensichtlich eine erhebliche Störung. Tagsüber versucht er uns tiefzukühlen. Jetzt ist Winter (und wirklich kalt), aber die Klimaanlage gibt vollstoff. Im Sommer kommen viele Studenten auch bei 40° mit langer Hose und Pulli, weil die Klimaanlage nach Kräften versucht eine neue Eiszeit auszulösen. Aber Abends (ab 8 ) geht die Klimaanlage dafür ganz aus. Wenn man dann in einem 20qm Raum mit 15 Leuten und 20 laufenden Computern sitzt, wird das so ganz ohne Frischluft ganz schnell ganz unangenehm.

Dafür schmeckt das Bier nach fast 4 Stunden in dieser Atmosphäre (oder sollte ich “Biotop” sagen…?) umso besser!

Werbung für den Tag der offenen Tür

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…und so macht meine Uni Werbung für den Tag der offenen Tür. Nix mit schnöder Anzeige in der Zeitung. Zumindest nicht nur. Außerdem “kapern” wir die Zuschauer vom letzten Harry Potter Teil am Tag der Premiere.

Werbung

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Heute gibts nochmal Werbung. Diesmal für eine App aus dem Hause Bosch.

Ich schrieb diese Woche mal wieder einen Einkaufzettel. Dabei dachte ich mir (wie so oft): Dafür muss es doch eine App geben. Einkaufslisten mit Stift und Papiert zu erstellen ist so 90er. Im Jahr 2011 muss das doch eleganter gehen. Was soll ich sagen: Es geht!

Eine kurze Recherche brachte die App “Einkaufsliste” von Bosch hervor. Zunächste war ich durchaus skeptisch. Aber bereits die ersten 30 Sekunden haben mich vollständig überzeugt. Die App ist aufgeräumt und schlank. Es gibt keinen unnötigen Schnickschnack und die eigentlichen Funktionen sind gut geordnet. Artikel können per Sprache oder Tastatur eingegeben werden. Und das Beste: Die App gibts für umme. Das ist die Art von viralem Marketing, die ich mir vorstelle!

Ich weiß nicht, wie ich die letzten Wochen und Monate *ohne* diese App ausgekommen bin. Es ergeht also eine ganz klare Downloadmpfehlung für alle Besitzer von Telefonen aus dem Reich des Bösen Hause Apple. Weitergehende Infos gibts direkt bei Bosch.

Fremdbild

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Was will mir meine liebe Familie mit dieser Postkarte sagen…?

Ein schlimmer Tag

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Heute ist kein guter Tag. Ganz im Gegenteil. Heute ist ein schlechter Tag. Ein sehr schlechter! Ich musste etwas tun, das ich schon einige Wochen vor mir her geschoben habe. Jeden Tag habe ich daran denken müssen. Und bekam jedes mal ein dumpfes Gefühl in der Magengegend. Wie wenn ich früher mal die Hausaufgaben nicht gemacht hatte (Oberstufe ausgenommen: da habe ich überdurchschnittliche Leistungsbereitschaft durch pure Anwesenheit oder Nichtstören (=Fernbleiben) gezeigt). Oder wenn ich meinem Zahnarzt gestehen musste, dass ich *schon wieder* einen Termin vergessen hatte.

Aber meine ganze emotionale Gegenwehr hat nicht geholfen. Heute war er schließlich da, der Tag, dessen Eintreten ich mir in Deutschland nicht im Traum hatte vorstellen können. Und vor allem nicht vorstellen wollen! Irgendwann war aber der Punkt erreicht, an dem ich die Flucht nach vorne antreten musste. So habe ich es heute tatsächlich getan. Und habe es gekauft: Das Zeichen meiner Niederlage.